Workshop Kreuzbruch

 

Kreuzbruch (veb) Da sitzen Leute auf dem ehemaligen Kirchengelände in Kreuzbruch. Doch sie sonnen sich nicht, sie lesen auch nicht, vor ihnen stehen Staffeleien und rings um die Sitzgelegenheiten sind Farbtöpfe aufgereiht. Sie malen. Sie halten sich auch nicht nur auf dem ehemaligen Kirchengelände auf, sie wurden schon am Waldrand am Ufer des Kanals gesichtet.
Es sind einige Mitglieder des Pommerschen Künstlerbundes (PKB), die derzeit bei Horst-Werner Schneider in Kreuzbruch zu Gast sind. Auch Schneider ist Mitglied des PKB und hat seine Kollegen in die malerische Idylle rund um Kreuzbruch eingeladen. „Zwischen 60 und 70 Mitglieder gehören dem PKB an“, erklärt Professor Manfred Prinz. Er ist der Chef des Vereins. Die Anfänge des Künstlerbundes reichen ins Jahr 1916 zurück. Gegründet wurde er in Stettin, hat heute seinen Sitz in Greifswald. Es sei ein eher lockerer Zusammenschluss von Künstlern, die sich regelmäßig zum Gedankenaustausch treffen und auch gemeinsam ihre Arbeiten ausstellen. Monika-Maria Dotzer kommt aus Kiel, Karin Schmidt aus Dettmannsdorf bei Rostock, Schneider wohnt in Kreuzbruch.
Er hat sein Wohnsitz als Treffpunkt für den kleinen Workshop vorgeschlagen. „Und wer was vorschlägt, der muss das Treffen dann auch organisieren“, sagt Monika-Maria Dotzer und lacht verschmitzt. Mit einem Blick in Richtung des Gastgebers ergänzt sie: „Aber das war eine tolle Idee. Ich finde, die Landschaft hat so viel zu bieten. Eigentlich wollte ich in dieser Woche nur einige Skizzen anfertigen. Aber als ich gestern am Kanalufer war und gesehen habe, wie sich die Birken im Wasser spiegeln, da musste ich einfach eine große Leinwand nehmen, um diesen Eindruck festzuhalten.“ Es ist eine fröhliche Truppe, die sich bei Schneider eingefunden hat. Im Vordergrund steht die Malerei, doch ebenso wichtig ist den Gästen der Gedankenaustausch. Wer will, stellt am Abend seine Arbeiten vor. Kritik werde ebenso gern gehört wie Lob, sagt Monika-Maria Dotzer und fügt gleich noch hinzu. „Lob natürlich viel lieber:“  Doch vor allem sei der Gedankenaustausch wichtig. „Ich male ja nicht nur für mich, ich möchte die Menschen ansprechen“, so die Künstlerin weiter. „Deshalb ist mir die Meinung meiner Freunde und Kollegen hier in dieser Runde sehr wichtig.“

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